Mit dem AMS in Personalfragen neue Wege gehen

© AMS/Hannes Kutzler

AMS ON TOUR 2019

Rund 690 Beraterinnen und Berater des AMS sind österreichweit persön- lich für Unternehmen da und bringen sie #weiter. Bereits mehr als 76.000 Personalverantwortliche profitieren von den vielseitigen Services des AMS: Von Beratung über Personal- vermittlung bis hin zu Förderungen.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Gesucht – Gefunden: Gabriel Brandmayr, HR-Manager und Martin Berger, AMS-Berater arbeiten bei der Personalsuche erfolgreich zusammen.

Ob im Babyschnuller, als Dichtung im Auto oder im Abbremsme- chanismus einer Küchenschublade verbaut – die Produkte aus

dem Hause starlim//sterner finden sich in vielen Alltagsgegenständen. Das Marchtrenker Unternehmen hat sich in den letzten Jahren zum Global Player in der Herstellung von Kleinteilen aus Flüssigsilikon und dem dazugehörigen Werkzeugbau entwickelt. Entsprechend hoch ist der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeite- rinnen und Mitarbeitern. Bei der Suche nach ihnen sind Kreativität und Mut für Neues gefragt. Das AMS Wels unterstützt dabei tatkräftig.


Einfallsreichtum ist gefragt

Mit dem Aufspüren und Fördern von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Team von Gabriel Brandmayr, HR-Manager von starlim//sterner, bestens vertraut. Die Auftragsbücher sind voll, das Angebot an Fachkräften aber gering. Allein vier Kolleginnen und Kollegen arbeiten daher im Recruiting, um potenzielle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsmarkt zu finden. Alle freien Stellen werden außerdem beim AMS ge- meldet und im eJob-Room ausgeschrieben. „Wir suchen Expertinnen und Experten in den Bereichen Kunst- stoffformgebung sowie Werkzeug- und Metallbau. Aber die sind schwer zu finden“, berichtet Gabriel Brandmayr. „Wir bilden daher seit Jahrzehnten eigene Lehrlinge aus. 80 sind es aktuell, aber es sollen noch mehr werden.“


Doch damit kann die Firma ihren Bedarf nicht komplett decken. „Wir müssen kreativ sein und auch Querein- steigerinnen und Quereinsteiger am Radar haben“, so Gabriel Brandmayr. Gemeinsam mit dem Chef der Lehrwerkstätte entwickelte er kurzerhand eine einjährige Ausbildung speziell für ältere Jobsuchende. Die Idee dahinter: Leute zu finden, die mit ihrem Basisberuf gute Voraussetzungen mitbringen und langfristig im Unternehmen bleiben wollen, sodass sich die Ausbildung für die Firma auch rechnet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben im Rahmen der Ausbildung ein spezialisiertes Wissen, made by starlim//sterner, das in der Branche gefragt ist.


Verlässliche Partner auf Augenhöhe

In Kooperation mit dem Land Oberösterreich und dem AMS wurde das Projekt schließlich auf die Beine gestellt. Das AMS Wels organisierte eine Jobbörse im Unternehmen, um Interessierte für die Ausbildung zu gewinnen. 90 Personen waren zur Informationsveranstaltung eingeladen. Vor Ort gab es eine kurze Unter- nehmensvorstellung, Informationen zur Ausbildung und Führungen durch den Betrieb für die Interessierten. Die Aktion war ein voller Erfolg, daher soll sie im Herbst 2019 wieder stattfinden. „Mein Berater Martin Berger und sein Team vom AMS Wels haben das Potenzial sofort erkannt und sich voll für uns reingehängt“, erzählt Gabriel Brandmayr. „Über die Jobbörse mit dem AMS haben wir neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer rekrutiert, acht sind jetzt noch aktiv dabei.“


Der HR-Verantwortliche ist von den „Neuen“ begeistert: Da gibt es den 58-jährigen Zahntechniker, der sich bis zur Pension noch voll reinhängen will. Oder den Schlossermeister mit gesundheitlichem Handicap, der sein technisches Know-how auffrischen möchte – sie alle werden top ausgebildet und im Herbst 2019 fix übernom- men. „Hier steckt viel Engagement und Herzblut drinnen – und wir gehen diesen Weg weiter. Die nächste AMS- Jobbörse für eine neue Ausbildungsrunde 2020 ist schon in Planung.“ AMS-Unternehmensberater Martin Berger schätzt die professionelle Zusammenarbeit mit starlim//sterner: „Es ist großartig, wenn Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften weiterdenken und bereit sind, in die Ausbildung der Menschen zu investieren.“